Ich hab OpenAI Dots getestet … und bin noch dabei, es zu checken 😄
Mein erster Alltagstest mit OpenAI Dots und cKarma: starke Arbeitsaufträge, durchwachsene Trailer und ein persönliches Musikvideo, das mich völlig abgeholt hat.
Ich probiere gerade OpenAIs neuen Dots-Ansatz aus. Mein Dot heißt cKarma. Ein paar Sachen finde ich ziemlich interessant, bei anderen suche ich noch nach dem Punkt, an dem es für mich wirklich klickt.
Laut OpenAIs Vorstellung „Meet your dot“ sollen dots als dauerhaft verfügbare Agenten auch zwischen Gesprächen an Aufgaben weiterarbeiten – mit eigenem Cloud-Computer und verbundenen Apps. Ziele und Handlungsspielraum geben wir vor.
Vor allem erwische ich mich ständig bei derselben Frage: Wann nehme ich jetzt ChatGPT, wann Codex und wann cKarma? Ich nutze KI schon ziemlich viel. Trotzdem muss ich mich hier erstmal umgewöhnen.

Telefonieren und Nachrichten wie im Messenger
Mit cKarma kann ich telefonieren und danach im Chat weitermachen. Aufgaben anstoßen, zwischendurch etwas fragen und später Ergebnisse als Nachricht bekommen. Das fühlt sich schon anders an als mein bisheriger Ablauf aus Chat öffnen, Prompt schreiben und auf die Antwort warten.
Ob daraus eine neue Gewohnheit wird, muss ich noch herausfinden. Aber interessant ist es definitiv.
Mein unerwartetes Highlight: die Arbeitsaufträge
Was mich bisher am meisten beeindruckt, ist tatsächlich, welche Prompts cKarma an die einzelnen Codex-Tasks weitergibt.
Ich schreibe irgendwas wie: „Mach einen geilen Trailer für meinen Blog, mit dem Refrain aus meinem Suno-Song.“ Daraus wird ein ausführlicher Arbeitsauftrag: Quelldatei finden, Refrain bestimmen, echte Blog-Ausschnitte verwenden, Animationen auf die Musik abstimmen und das Ergebnis prüfen.
Diese Aufträge kann ich lesen. Und als jemand, der selbst ständig mit Prompts herumspielt, finde ich genau das spannend: Was wurde aus meiner Idee gemacht? Welche Details wurden ergänzt? Wo wurde mein Wunsch vielleicht auch falsch gewichtet?

Ausführlicher Auftrag heißt leider noch nicht geiles Ergebnis 😂
Bei den späteren Blogtrailern war nämlich ordentlich Luft nach oben. Die ersten Versuche fand ich ziemlich lame. Ein geiler Arbeitsauftrag macht den Output offenbar noch lange nicht geil. Mit Blender wurde es deutlich besser, da sah es endlich nach etwas aus.
Danach haben wir weiterprobiert: nur mein Blog, andere Musik, dann mein eigener Suno-Refrain und schließlich eine komplett neue Variante mit einem Motion-Design-Skill von LottieFiles.
Trotzdem: An die Opus-Beispiele in dieser Repo kamen die Ergebnisse für mich nicht ran. Das ist kein sauberer Modellbenchmark, aber mein Eindruck nach diesen Versuchen. Für diese Woche lassen wir das Thema erstmal liegen. Irgendwann ist auch gut mit „noch eine Variante“. 😂
Ein anderes Experiment war ein bebildertes Tagebuch aus dem Computer-Verlauf meiner Woche. Da wird es für mich spannend: vorhandenen Kontext nehmen und etwas Neues daraus bauen.
Und dann war da KEIN WORT
Einen hat cKarma aber richtig getroffen: „KEIN WORT (Alles gefühlt)“, meine erste cKarma Production. Ausgangspunkt war unser Gespräch am 2. Oktober darüber, wie Eminem mich geprägt hat. „Lose Yourself“ und „Without Me“ holen Erinnerungen hoch, obwohl ich als Kind die Texte gar nicht verstanden habe. Kein Wort verstanden, aber Bass, Stimme und Bilder trotzdem gefühlt.
Daraus wollte ich einen eigenen Suno-Song und ein lokal gerendertes Video machen lassen. Überraschung ausdrücklich erwünscht. Es entstanden zwei Songvarianten; ich hab Song 1 gewählt. Der Gedanke dahinter: Früher hab ich diese Welten aufgesogen, heute kann ich selbst welche gestalten.
Danach hab ich passende alte Fotos von mir rausgesucht und heruntergeladen. Sieben davon landeten im fertigen, auf meinem Mac gerenderten Musikvideo – mit dem kompletten 2:51-Minuten-Song aus Suno. So wurde aus dem Gespräch über alte Musik ein eigener kleiner Film. Und der hat mich völlig abgeholt. Ton an. 😄
Und die eigene Cloud-VM?
Da fehlt mir bisher noch der richtig überzeugende persönliche Use Case. Dazu kamen verlorene Messenger-Anmeldungen. Wenn ich erst wieder einen QR-Code scannen muss, bevor der Scheiß funktioniert, bremst das die Begeisterung natürlich.
Mein Zwischenstand: Telefonieren, Messenger-Gefühl und vor allem die sichtbaren Arbeitsaufträge finde ich sehr interessant. Wo Dots dauerhaft in meinen Alltag passt, habe ich noch nicht ganz gecheckt.
Ich bleib am Ball. Aber ein fertiges „Das ersetzt jetzt alles“ wird dieser Erfahrungsbericht erstmal nicht 😁